Die CDU-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Eppstein begrüßt, dass sich der Rhein-Main-Verkehrsverbund in der vergangenen Woche im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU) den Fragen der Ausschussmitglieder gestellt hat.
Gleichzeitig müssen wir jedoch feststellen, dass hieraus leider weder der erhoffte Erkenntnisgewinn noch Zusagen für ein zukünftig stabileren ÖPNV entstanden sind. Wertvoll wären unter anderem Informationen gewesen, wann damit zu rechnen ist, dass insbesondere durch die S-Bahn Linie S2 endlich wieder eine verlässliche Anbindung der drei Eppsteiner S-Bahn Haltestellen Eppstein, Bremthal und Niederjosbach sichergestellt wird.

Seit Jahren gehören Zugausfälle, Verspätungen und Einschränkungen auf der S-Bahn-Linie S2 vor Ort zum Alltag. Besonders ärgerlich bleibt, dass immer wieder S-Bahnen außerplanmäßig in Hofheim enden, ohne dass parallel für Ersatz gesorgt ist. Viele Eppsteinerinnen und Eppsteiner sind täglich auf eine zuverlässige S-Bahn-Verbindung angewiesen, insbesondere auf dem Weg in die Schule, zum Arbeits-, Ausbildungsplatz oder zur Uni.

Dabei wollen wir unseren Beitrag leisten bei der Verkehrswende - hin zu mehr Nutzung klimafreundlicher Verkehrsmittel.
Mit einem intelligenten Parkleitsystem im Bereich der P&R Plätze an den städtischen Bahnhöfen hat die Stadt Eppstein bspw. für eine deutliche Erleichterung bei der morgendlichen Parkplatzsuche gesorgt, Fahrräder können sicher in Fahrradboxen verstaut werden und vor oder nach der Arbeit können im Bürgerbüro direkt am Bahnhof Eppstein alle Verwaltungsangelegenheiten erledigt werden. Wenn von dort allerdings keine Züge abfahren, bringen die besten Parkmöglichkeiten an unseren Bahnhöfen keinen Mehrwert.

Auch wir erkennen selbstverständlich an, dass regelmäßige Investitionen in die Schieneninfrastruktur notwendig sind, um diese dauerhaft aufrechtzuerhalten. Nichtsdestotrotz brauch es ein Mindestmaß an Verlässlichkeit, insbesondere für alle die auf die S-Bahn Linie 2 in Eppstein angewiesen sind.

Die CDU-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung greift daher die Forderungen der Stadt Eppstein auf und schließt sich vollumfänglich an:
1. Es ist sicherzustellen, dass auch bei hohen Verspätungen die S-Bahn nur dann bereits in Hofheim wendet, wenn eine Ersatzbedienung von Lorsbach und den Eppsteiner Haltestellen sichergestellt wird, z.B. durch einen außerplanmäßigen Halt der Regionalbahn oder einen Ersatzzug ab Hofheim, der dort als Einsatzreserve zur Verfügung steht. Eine frühzeitige Information der Reisenden ist dabei zu beachten.
2. Wenn kein kurzfristiger Ersatz realisiert werden kann, ist die S-Bahn bis nach Eppstein weiterzuführen, um dort zu wenden.
3. Fallen mehrere S-Bahnen hintereinander aus, was eine Anbindungslücke von mehr als 60 Minuten von und nach Eppstein zur Folge hat, so hat die RB22 außerplanmäßig alle Unterwegsstationen zu bedienen, um Eppstein, Bremthal und Niederjosbach nicht für mehr als eine Stunde komplett vom Bahnverkehr abzuhängen.
4. Ebenso bekräftigen wir die Forderung nach einem regulären Halt der Regionalbahn in Eppstein.

Wir bleiben in der Stadtverordnetenversammlung am Ball und erhöhen den Druck auf die Verkehrsverbünde, insbesondere RMV und DB Regio, um für mehr Verlässlichkeit im ÖPNV in Eppstein zu sorgen. Die Bürgerinnen und Bürger werden wir dazu weiterhin regelmäßig informieren.

[Konstantin Piotrowski, Franziska Sehr, Guido Ernst & Martina Smolorz (Fraktionsvorstand)][22.06.2026]