Eine Woche vor der Kommunalwahl fand am 7. März der traditionelle Empfang der CDU Eppstein statt. Turnusgemäß war Ehlhalten an der Reihe. Die Ortsverbandsvorsitzende Martina Smolorz war erfreut, dass die Pfarrscheune bis auf den letzten Platz besetzt war. Justizminister Christian Heinz berichtete über die Landespolitik. Die CDU Hessen habe bereits zur Mitte der Legislaturperiode fast alle gegebenen Versprechen eingelöst und umgesetzt. Besonders hob er hervor, dass es im Einvernehmen mit dem Koalitionspartner möglich wurde, die innere Sicherheit zu verbessern. Das spanische Modell der elektronischen Fußfessel sei in Hessen als Pilotprojekt gestartet und habe zu einer deutlich verbesserten Sicherheit geführt. Nun werde mit einer Änderung des Gewaltschutzgesetzes die elektronische Fußfessel deutschlandweit eingeführt. Hessen habe dies über den Bundesrat angestoßen und Heinz zeigte sich zuversichtlich, dass der Bundestag bald mehrheitlich das Gesetz verabschieden werde.

Anschließend ging er in seiner Funktion als Stadtverbandsvorsitzender der CDU Eppstein auf das Zehn-Punkte-Programm zur Kommunalwahl ein. Er betonte, dass die CDU breit aufgestellt sei. Er freute sich, dass gegenüber vor fünf Jahren die Zahl der Mitglieder des CDU-Stadtverbands Eppstein wieder auf über 100 gestiegen ist und viele CDU-Listen für die Kommunalwahl mehr Kandidaten als 2021 aufweisen. Während andere Parteien sich vorrangig um die große Politik kümmern, geht die CDU einen anderen Weg. Sie weiß, wie wichtig es ist, Politik vor Ort zu machen. Deshalb ist auch die CDU die einzige Partei, die erfahrene Kommunalpolitiker in den Bundestag schicke.
Ein gutes Beispiel sei der ehemalige Bürgermeister von Bad Soden Norbert Altenkamp, der seit 2017 als Wahlkreisabgeordneter den Main-Taunus-Kreis in Berlin vertritt.
Auch Altenkamp nimmt regelmäßig am Frühjahrsempfang der CDU Eppstein teil und sprach als nächstes über die Bundespolitik. Er hob hervor, wie wichtig multilaterale Abkommen sind, und lobte Friedrich Merz für seine Politik, die auf Vertrauen und Verlässlichkeit setze. Er verwies auf das Handelsabkommen mit Indien und auf das Abkommen mit Mercosur, das wegen des Abstimmungsverhaltens der Grünen im Europäischen Parlament aber noch nicht unter Dach und Fach ist. Altenkamp betonte, dass man keine Politik machen dürfe, bei der man meine, man sei der Stärkste und könnte anderen Vorgaben machen. Wir sehen es an der aktuellen Situation, dass das nur zu Kriegen führt und Verständigung und verlässliche Verträge der einzige Weg ist, den Weltfrieden aufrechtzuerhalten.
Auch der neu gewählte Vorsitzende der Jungen Union, Daniel Hamzeh, war erschienen und erhielt das Wort. Er lobte die Arbeit der beiden Eppsteinerinnen Franziska Sehr und Karina Ernst, Junge Leute sind die Zukunft der CDU. Heinz brachte es auf den Punkt: Einmal Junge Union, immer Junge Union.
Landrat Michael Cyriax, der auch alljährlich am Frühjahrsempfang der CDU Eppstein teilnimmt, wurde trotz seiner nachdenklichen Rede mit großem Applaus bedacht. Er wies auf die schwierige Finanzlage des Kreises hin und machte wenig Hoffnung, dass sich das in Kürze ändern würde. Es wurde begrüßt, dass er die Probleme beim Namen nenne. Nach ihm sprach Bürgermeister Alexander Simon und pflichtete ihm bei. Er zeigte auf, dass er schon 2024 klar war, dass die Grundsteuer aufsteigen müsse, dies aber trotz einstimmiger Entscheidung im Magistrat – mit Unterstützung der SPD – von der gleichen Partei im Stadtparlament nicht mitgetragen wurde. Er rechnete vor, dass, selbst wenn die Stadt alle freiwilligen Leistungen streichen würde, es kaum Entlastung geben würde. Der Verzicht auf diese Leistungen (kein Rufbus „Colibri“, keine Vereinsförderung, keine Burgfestspiele und vieles mehr) würde aber eine solche Beeinträchtigung der Lebensqualität bedeuten, dass dies die Sache nicht wert sei. Er räumte ein, dass manches schneller gehen könnte, die Stadtverwaltung aber doch häufig sehr effizient und zügig arbeite. Als Beispiel nannte er den Kindergarten an der Embsmühle. Genau vor einem Jahr war am 7. März der Spatenstich, und bereits im November konnte die Einrichtung ihren regulären Betrieb aufnehmen. Alle Redner betonten, wie wichtig es ist, nur Versprechen zu geben, die man auch einhalten kann.
Zwei langjährige, verdiente Mandatsträger treten bei der Kommunalwahl nicht mehr an. Die Versammlung bedankte sich mit Applaus bei Elmar Alhäuser, der lange die Stadtverordneten-Fraktion geführt hatte und die letzten beiden Wahlperioden im Magistrat war, für seine über 30-jährige Tätigkeit und bei dem noch amtierenden Fraktionsvorsitzenden Dirk Büttner für seine 20-jährige Tätigkeit.

[Christof Müller, CDU Ortsverband Ehlhalten][08.03.2026]

v.l. Bürgermeister Alexnder Simon, Landrat Michael Cyriax, Ortsvorsteherin Martina Smolorz,

MdB Norbert Altenkamp, Justizminister Christian Heinz, 1. Stadträtin Andrea Sehr

 

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