Plagiat und Verwechslung: Ritter machen keine Wahlwerbung
Mit Ritter Eppo Parteien-
und Wahlwerbung zu betreiben ist dreist. Der Ritter aus der Gründungssage
der Burgstadt Eppstein sollte weiterhin politisch neutral bleiben. Er hat
den Riesen, der Berta von Bremthal gefangen nahm, besiegt und möchte
sich bestimmt nicht in aktuelle kommunalpolitische Themen einmischen. Dies
SPD missbraucht nun eine Ritterdarstellung für eigene Zwecke. Im Stadtgebiet
wurden Plakate mit der Ritterdarstellung und der Überschrift „Was
würde Ritter Eppo bei der Kommunalwahl wählen?“ aufgehängt.
„Ritter Eppo würde in Eppstein SPD wählen.“, liefert
die SPD die Antwort selbst. Aber aufgepasst: die herbeigeführte leichte
Abwandlung lässt dennoch die wahre Urheberschaft erkennen. Die Ritterfigur
wurde zum 650-jährigen Stadtjubiläum im Jahr 1968 von Eppsteiner
Architekt Hans-Jakob Sauer entworfen. Deutlich zu erkennen ist die exakte
Übereinstimmung in der Darstellung der Arme und dem Halten der Fahne.
Die Beine sind leicht abgewandelt, die Urheberschaft aber deutlich zu erkennen.
Auch Rüstung, Helm und Mundschutz sind vom Original übernommen.
Nicht besser wird die Fälschung durch das Verwenden des Hoheitszeichens
der Herren von Eppstein, den drei Eppsteiner Sparren. Dies ist Teil des heutigen
offiziellen Eppsteiner Wappens. Allein die Erstellung und das Nutzen dieses
Plagiats ist schon höchst fragwürdig. An Peinlichkeit jedoch nicht
zu übertreffen ist, dass es sich bei der Darstellung gar nicht um Ritter
Eppo aus der Gründungssage handelt: vielmehr handelt es sich um Ritter
Gottfried. Gottfried der IV. hatte im Jahr 1318 die Stadtrechte erhalten und
aus diesem Grund wurde auch die Ritterdarstellung im Jahr 1968 entworfen und
zur 700-Jahr-Feier wieder hervorgeholt.
Wieder mal nimmt es die SPD mit Fakten nicht so genau, deshalb: Lassen Sie
sich kein X für ein U verkaufen.
[Dirk Büttner, CDU Fraktionsvorsitzender][14.01.2026]