Stellungnahme des CDU Ortsverbands Ehlhalten zum Haushaltsentwurf 2026 und zum Fußwegprojekt
Die
jüngsten Veröffentlichungen der SPD in der Eppsteiner Zeitung zum
Thema Fußweg werden von der CDU-Ehlhalten als wahlpolitisches Verhalten
und als Unwissenheit gewertet. Die CDU erinnert daran, dass der ursprüngliche
Antrag zur Errichtung eines Fußwegs durch das Wiesental von der Straße
Am Brühl auf die andere Seite von Ehlhalten, von der SPD selbst gestellt
und der Antrag auch von der CDU unterstützt wurde. Umso unverständlicher
erscheint das heutige Verhalten der SPD.
Finanzielle
Rahmenbedingungen und Grundsteuer
Für das Jahr 2026 sind zunächst 70.000 € im Investitionshaushalt
für den Fußweg vorgesehen, weitere Mittel sind für die Jahre
2027 und 2028 eingeplant. Die Behauptung der SPD, dass die Grundsteuererhöhung
im Jahr 2025 indirekt auf den Bau des Fußwegs zurückzuführen
sei, wird als bewusste Falschdarstellung kritisiert. Nach Ansicht der CDU
verfolgt die SPD damit das Ziel, einigen Anwohnern entgegenzukommen, die den
Weg aus Eigeninteresse verhindern möchten.
Richtig ist nach Angaben der CDU, dass die Unterdeckung des Haushalts 2026
in erster Linie durch erhebliche Steigerungen der laufenden Kosten entsteht.
Diese resultieren vor allem aus Umlagezahlungen an den Kreis, an den Main-Taunus-Verkehrsverbund
sowie aus gestiegenen Personalkosten. Zusätzlich müssen noch 1,5
Millionen Euro aus dem Nothaushalt 2025 ausgeglichen werden. Zur Sicherstellung
der Haushaltsgenehmigung ist daher eine erneute Erhöhung der Grundsteuer
notwendig. Grundsteuererhöhungen betreffen derzeit viele Kommunen in
Deutschland, insbesondere wegen der hohen Sozialausgaben.
Geschichte
und Bedeutung des Fußwegs
Der geplante Fußweg hat eine lange Vorgeschichte. Bereits die ehemalige
Gemeinde Ehlhalten errichtete vor vielen Jahren eine Brücke über
den Dattenbach, um einen Fußweg von der Straße Am Brühl in
den westlichen Teil des Ortes zu schaffen. Dieses Vorhaben wurde im Zuge der
Dorferneuerung Anfang der 2000er Jahre erneut aufgegriffen und von den Bürgern
als eine der wichtigsten Maßnahmen für den Stadtteil bewertet.
Ziel war es, einen Rundweg rund um Ehlhalten zu schaffen, der insbesondere
die engen Verkehrsverhältnisse im alten Ortskern entschärft. Mit
dem Rundweg könnten alle Teile Ehlhaltens sicher zu Fuß erreicht
werden, ohne die gefährlichen Stellen im Ortskern passieren zu müssen.
Bis heute fehlt zur Vollendung des Rundwegs das Teilstück „Am Brühl
– Vor dem Thor“. Der ursprüngliche Plan, den Weg an die Borngasse
anzuschließen, scheiterte am Widerstand von Anliegern und Grundstückseigentümern.
Eine zweite Variante über das Baugebiet Krone zur Langstraße war
im Bebauungsplan vorgesehen, konnte aber aufgrund von Investoreninteressen
nicht umgesetzt werden. Daher verfolgt die Stadt nun die aktuelle Planung,
um den Fußweg nach über 25 Jahren endlich fertigzustellen.
Notwendigkeit
der Umsetzung und Verantwortung
Ein Verzicht auf die Planung des Fußwegs wäre aus Sicht der CDU
ein schwerer Fehler. Ein gültiger Bebauungsplan liegt bereits vor. Sollte
die baureife Planung jetzt nicht weiterverfolgt werden, müsste nach geltender
Gesetzeslage für eine spätere Realisierung ein neuer Bebauungsplan
aufgestellt werden. Dies würde bereits getätigte Ausgaben von rund
50.000 Euro für die bisherige Planung obsolet machen – eine Verschwendung,
die aus Sicht der CDU nicht hinnehmbar wäre. Die CDU Ehlhalten bekräftigt
daher ihr Versprechen, sich weiterhin für die Realisierung dieses wichtigen
Fußwegs zur Verbesserung der Verkehrssicherheit einzusetzen. Sie lässt
sich dabei weder von wahlpolitisch motivierten Argumenten der SPD noch vom
Eigeninteresse einzelner Anlieger abbringen. Die Bürgerinnen und Bürger
von Ehlhalten können sich darauf verlassen, dass die CDU an diesem Ziel
festhält.
[Berthold Gruber Martina Smolor, CDU Ehlhalten][24.11.2025]