Ablehnung der SPD-Anträge zum Haushalt 2024
Die
von der SPD-Stadtverordnetenfraktion vorgebrachten Ideen und Vorschläge
zum Haushalt sind allesamt gedacht für eine langfristige Planung zur
Verbesserung des Haushalts in Eppstein. Ob die vorgeschlagenen Maßnahmen
dafür überhaupt geeignet sind, die äußerst kritische
Haushaltslage der Stadt nachhaltig zu verbessern, ist noch eine andere Frage.
Die wiederholte, strikte Ablehnung des Haushaltsentwurfs in Kombination mit
den Konsolidierungsmaßnahmen des Haushaltssicherungskonzepts, nämlich
einer Erhöhung der Grundsteuer zuzustimmen, ist nicht nur nicht lösungsorientiert,
sondern ergibt auch keinen Sinn. Einzig das Argument, lieber die ortsansässigen
Unternehmen mit einer deutlichen Erhöhung der Gewerbesteuer zu belasten,
wird als Maßnahme vorgeschlagen.
Zudem verweigert sich die SPD der Tatsache, dass die Genehmigungsbehörde
eine deutlich massivere Erhöhung der Grundsteuer B als Voraussetzung
für einen genehmigungsfähigen Haushalt zur Auflage macht. Davor
die Augen zu verschließen, kommt einer Realitätsverweigerung gleich.
Insofern geht auch das Argument einer vorbereitenden Erhöhung als Vorgriff
auf die Umsetzung der Grundsteuerreform ins Leere.
Die SPD verkennt, worum es aktuell geht: Eppstein benötigt eine schnelle
Genehmigungsfähigkeit des Haushalts. Dies, um Eppstein vor einer über
Monate dauernden Handlungsunfähigkeit zu bewahren. Um dies zu erreichen,
sind kurzfristige Maßnahmen erforderlich, die wir alle als Eppsteiner
Bürgerinnen und Bürger zähneknirschend ertragen müssen.
Folgt man jedoch den von der SPD-Fraktion vorgeschlagenen Maßnahmen,
erreichen wir dieses Ziel nicht und riskieren, noch viel tiefergreifende Einschnitte
von der Genehmigungsbehörde zwingend vorgegeben zu bekommen. Damit würden
wir ein Einkassieren der freiwilligen sozialen Leistungen riskieren, neben
dem Verlust der Hoheit über das Haushaltsrecht kein gangbarer Weg für
die CDU-Fraktion.
[Eva Waitzendorfer-Braun, Stv. CDU-Fraktionsvorsitzende][11.03.2024]